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Computersicherheit

Grundwissen zur Vermeidung von Computer-Problemen
Teil 2 - Betriebssicherheit

    Allgemeines

  • Der Grüne Bereich Vorsicht Tuning
    Betrieb der Komponenten innerhalb der Herstellerspezifikation
    Jede Hardware-Komponente hat "ihren" Bereich, in dem sie unter Normalbedingungen optimal funktionieren sollte.
    Je nach Technologie, Konstruktion, Herstellungsqualität usw. besteht darüber hinaus eine mehr oder weniger große Sicherheitsreserve. Wegen unvermeidlicher Schwankungen (sog. "Toleranzen") bei Material- und Herstellungsqualität ist dieses Plus jedoch nur für jedes einzelne Exemplar einer Komponente individuell feststellbar. Diesen Aufwand betreibt natürlich kein Hardware-Hersteller, der viel lieber durch zurückhaltende Angaben für alle Produkte einer Serie auf der sicheren Seite sein möchte.
    Auch wenn so manches Bauteil einen Betrieb jenseits der Spezifikation scheinbar zunächst klag- und schadlos verkraftet, sollten Übertaktungen und ähnliche Maßnahmen lieber Bastlern vorbehalten bleiben. Ist der Computer ein wichtiges Arbeitsmittel für Beruf oder Studium, sollten zuverlässiger Betrieb und Langlebigkeit den Vorrang haben.
    Tuning-Maßnahmen wie Übertakten (Erhöhung der Taktfrequenz, sog. Overclocking) oder Erhöhung der Spannung erhöhen das Risiko, daß es bei Funktionen, Komponenten oder gar dem ganzen System zu Ausfällen kommt.
    Das erwähnte Tuning reduziert außerdem häufig die Lebensdauer von Komponenten, indem etwa durch höhere Takte und/oder Spannung die verwendeten Materialien heißer werden und schneller altern.
    Dieses technische Problem besteht fast überall, ist aber bei vermeintlich verschleißfreier Elektronik relativ unbekannt.
     
  • Scotty Energie !
    Für alle Systemkomponenten muß unter allen denkbaren und undenkbaren Bedingungen genug Energie bereitstehen.
    Vergessen Sie bei der Aufrüstung Ihres Systems nicht, erforderlichenfalls auch das Netzteil durch eines mit höherer Leistung zu ersetzen. Achten Sie bei dieser Gelegenheit auf hochwertige Geräte mit einem niedrigen Geräuschpegel.
     
  • Keep cool Optimal kühlen
    Solange Prozessoren, Laufwerke und Netzteile einen guten Teil der aufgenommenen Leistung in Abwärme umwandeln, ist die ausreichende Kühlung und Lüftung für ein stabiles System unverzichtbar.
    Bedenken Sie, ob Sie tatsächlich den schnellsten erhältlichen Prozessor benötigen. Die enorme Rechenleistung moderner CPUs wird bisher durch eine zunehmende Verlustleistung (Abwärme) erkauft, die eine "sehr aktive" Kühlung erfordert, so daß die Systeme lauter und anfälliger werden. Nach bisherigen Erfahrungen waren Verlustleistung, Wärmeentwicklung und Kühlungsbedarf bei Prozessoren von AMD höher als bei Prozessoren von Intel.
    Achten Sie auch auf ein ausreichend großes Gehäuse (Midi-Tower oder Big-Tower mit etwa 50 cm Höhe, z.B. Profi-Baureihe Scaleo 800 von Fujitsu-Siemens, besser nicht Micro-Tower u.ä.). So haben Sie (bei guten Mainboards mit genügend Steckplätzen und anderen Leistungsreserven) noch ausreichend Spielraum für Ausbau und Umbau Ihres Systems.
    Der vorhandene Stauraum mittlerer und großer Gehäuse läßt größere Abstände der Komponenten zueinander zu
    so auch der Festplatten wenn die Kabel lang genug sind. Apropos Kabel: Gerade die üblichen Flachband-Schnittstellenkabel der Laufwerke behindern die Luftzirkulation und damit die Kühlung ganz erheblich. Eine bessere Lösung ist der Einsatz spezieller Rundkabel mit elektromagnetischer Abschirmung und in ausreichender Länge. Vermeiden Sie besser den Kauf der Billig-Variante: Schlicht "gerundete" Flachbandkabel (herkömmliche Kabel zusammengewickelt und mit Schlauch überzogen). Mit dem neuen Schnittstellen-Standard Serial ATA (SATA) für Festplatten, der gegenüber dem bisherigen Parallel ATA (PATA) deutlich schmalere Schnittstellenkabel ermöglicht, hat man diese Sorge weniger. Achten Sie deshalb beim Kauf von Rechnern, Mainboards, Controllern und Festplatten auf die neuen SATA-Schnittstellen.
    In großen Gehäusen gibt es mehr Möglichkeiten für eine optimale Lüftung durch Platz für Lüftungsöffnungen und mehrere Gehäuselüfter. Achten Sie auf einen ungehinderten Kühlluftstrom von den Zuluftöffnungen über die Komponenten zu den Lüftern.
    Gelegentlich, zum Beispiel einmal im Jahr, sollte das Innenleben des Rechners von Staub befreit werden, indem mit einem langborstigen, feinen Pinsel der Staub gelöst und mit einem Staubsauger entfernt wird (wichtig: Netzstecker ziehen, elektrostatische Aufladung und Berührung mit Staubsauger vermeiden).
    Der Staub-Eintritt kann verringert werden, indem Zuluftöffnungen
    z.B. ein freier 5,25 Zoll-Schacht als zusätzliche Öffnung etwa mit Filtervlies-Matten (z.B. für Dunstabzugshauben) abgedeckt werden.
    Besonders kritisch ist die Kühlung naturgemäß bei hochsommerlichen Temperaturen. Bei Netzteilen mit Drehzahlregelung kann dann der Lüfter schneller eingestellt werden.
    Hochdrehende Festplatten mit 7.200 Umdrehungen / min sollten, noch höher drehende Festplatten müssen mit einem separaten Lüfter aktiv gekühlt werden.
    Beginnt ein Lüfter auch nur zeitweise durch ungewöhnliche Geräusche aufzufallen, steht ein Austausch an, bevor der Lüfter zur dauerhaften Nervenbelastung wird oder beim Lüfterausfall die zu kühlende Komponente wegen Überhitzung Schaden nimmt. Um den defekten Lüfter zu identifizieren, öffnen Sie das Gehäuse und verringern testweise kurz die Drehzahl der "üblichen Verdächtigen" durch Druck auf die Lüfternabe oder notfalls die Lüfterschaufeln.
    Tips zum Ersatzteilkauf:
    Übliche Lüftergrößen sind 40x40 mm (z.B. für Grafikkarten), 60x60 mm (z.B. kleine Gehäuselüfter und die meisten Prozessorlüfter) und 80x80 mm (normalgroße Gehäuselüfter). Wichtige Daten sind z.B. Maße, Spannung, Leistungsaufnahme, Drehzahl, Volumenstrom (Förderleistung) und Lagerung (Kugellager oder Gleitlager). Hochwertige Lüfter kommen zum Beispiel von der Firma Papst.
    Übrigens :
    Die aufwendige und relativ teure Profi-Lösung für ein gut gekühltes und flüsterleises System ist eine Wasserkühlung, die es als Bausatz zur Nachrüstung gibt.
     
  • Überspannung & Co.
    Auch kurzzeitige Überspannungen aus dem Stromnetz
    etwa durch Blitzeinschläge können zu erheblichen Schäden und Datenverlusten an der Technik führen.
    Schützen Sie besser Ihre Technik. Wie ? Im Zweifel durch wieder andere, geeignete Technik. Zwar kein Allheilmittel, aber empfehlenswert sind zum Beispiel Überspannungsschutzfilter. Solche Filter werden als Zwischenstecker mit auswechselbarer Schmelz-Feinsicherung von der Firma Kopp angeboten. Billigere Modelle sind nicht zu empfehlen, da sie meist nicht geöffnet werden können und nach dem Auslösen der Sicherung nur noch zum Wegwerfen geeignet sind.
    Eine weitere Lösung ist der Einsatz professioneller Steckdosenleisten etwa der Firma Brennenstuhl. Als Qualitätsmerkmale dürfen gelten: Integrierte Überspannungs- und Netzfilter mit auswechselbarer Sicherung, 2-poliger beleuchteter Schalter zur vollständigen Netzabschaltung, keine bedienungsunfreundlichen Kindersicherungen, lange und aufwickelbare Zuleitung. Manche Modelle haben auch mehrere Netzschalter.
    Und nicht zu vergessen: Nach wie vor am Sichersten ist bei Gewitter die Trennung der Geräte vom Netz durch Ziehen des Netzsteckers oder die Bedienung eines 2-poligen Netzschalters.
     
  • USV Unterbrechungsfreie StromVersorgung
    Eine solche Anlage ist eine Art kleines Notstromaggregat.
    Im Falle eines Stromausfalles oder Spannungsabfalls des öffentlichen Stromnetzes springt diese Anlage ein und liefert vorübergehend die Energie, die nötig ist, um das System weiterbenutzen oder zumindest ohne Datenverlust und Schaden am System herunterfahren zu können.

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